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Die drei Weisen am Hopfensee
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Ausführliche Informationen
der Bayerischen Landeskirche:

Kirche und Geld

 

Über Geld spricht man nicht ...

Wir schon. Wir möchten an dieser Stelle mit Ihnen über Geld reden. Über das Geld, das Sie der Landeskirche mit Ihrer Kirchensteuer jeden Monat und jedes Jahr zur Verfügung stellen. In Bayern sind das acht Prozent der von Ihnen bezahlten Einkommen- und Lohnsteuer. Hinzu kommt einmal jährlich das sogenannte Kirchgeld. Dies ist ebenfalls eine Steuer, geht aber direkt an Ihre Heimatgemeinde. Hier erfahren Sie etwas über Hintergründe und Zusammenhänge:  

  • Die Erhebung von Kirchensteuern ist kein Privileg der Kirchen, sondern steht jeder Religions- und Weltanschauungsgemeinschaft zu, die als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt ist.

  • Rund ein Drittel der insgesamt 2,7 Millionen Mitglieder der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zahlt Kirchensteuer.

  • Unsere eigenen Kirchensteuerämter betreuen Kirchenmitglieder, die zur Einkommensteuer veranlagt werden und zum anderen Kirchenlohnsteuerzahler, die eine Einkommensteuererklärung abgeben. Für alle Kirchenmitglieder, deren Beitrag sich nach der Lohnsteuer bemisst, übernimmt der Freistaat Bayern die verwaltungsmäßige Erhebung und Zusammenführung der Kirchenlohnsteuerzahlungen. Für diese Leistung bezahlten wir im Jahr 2003 7,6 Millionen €, also rund zwei Prozent des Lohnsteueraufkommens.

  • Was viele nicht wissen:
    Die Kirchensteuer ist von dem zu versteuernden Einkommen als Sonderausgabe absetzbar - Ihre Steuerschuld verringert sich durch die Beiträge, die Sie an Ihre Kirche zahlen.

  • Noch etwas: Die Synode, das "Kirchenparlament" der bayerischen Lutheraner, entscheidet über den Haushalt. Zwei Drittel der 105 Synodalen sind Ehrenamtliche. Vertreterinnen und Vertreter nahezu aller Berufsgruppen bestimmen damit über den finanziellen Kurs der bayerischen Landeskirche.                     

Von 100 Euro Ihrer Kirchensteuer geben wir in diesem Jahr aus ...

66,39 Euro ...

für die Kirchengemeinden.

11,43 Euro...

für überregionale Zusammenschlüsse wie die Evangelische Kirche Deutschland, den kirchlichen Entwicklungsdienst oder für die Ökumene.

5,17 Euro...

für übergemeindliche Seelsorge und publizistisches Engagement.

4,84 Euro...

für die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

4,71 Euro...

für Fortbildungseinrichtungen, Institute und Ämter.

4,41 Euro...

für die Verwaltung.

3,05 Euro...

für Finanzwirtschaftwirtschaft, Versicherungen, Schuldenabbau etc.


Und was ist Kirchgeld?

Wie Sie der Aufstellung entnehmen können, geht Ihre Kirchensteuer an die Landeskirche und fließt zu fast 60% in Gehälter. Mit dem Rest werden Baumaßnahmen bezuschusst, laufende Betriebskosten gedeckt und Schulden abgebaut. Das heißt jedoch andererseits: Die Kirchengemeinden müssen ihre eigenen Sachausgaben und anteilig auch ihre Renovierungsarbeiten selbst finanzieren.

 

In Bayern wird dafür das so genannte Kirchgeld erhoben, das direkt in der örtlichen Kirchengemeinde verbleibt. Es ist eine zweite, dringend benötigte Form von Steuer, denn die Kirchensteuer zahlt nicht einmal ein Drittel aller Kirchenglieder. Ihre Gemeinde braucht also Ihr Kirchgeld. Zum Ausgleich ist die Kirchensteuer in Bayern 1% niedriger angesetzt als in allen anderen deutschen Landeskirchen.

 

Nach 70 Jahren hat sich jetzt erstmals wieder die Höhe des Kirchgeldes ab 1. Januar 2004 geändert. Alle Gemeindeglieder werden dabei in sechs Verdienstgruppen eingeteilt und zahlen mindestens fünf und höchstens 120 Euro im Jahr. Über die in Ihrer Gemeinde geltenden Sätze informiert Sie Ihr Pfarramt. In der Regel legen die Gemeinden den sogenannten Kirchgeldbescheiden Informationsbriefe bei, in denen sie über die geplante Verwendung Auskunft geben.

 

Vom Kirchgeld befreit ist, wer sein 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, den Hauptwohnsitz außerhalb Bayerns hat oder dessen jährliche Einkünfte unter dem gesetzlich garantierten Existenzminimum liegen.

 

Mit der Zahlung Ihres Kirchgeldes leisten Sie einen wertvollen und  unverzichtbaren Beitrag zur Finanzierung Ihres Gemeindelebens. Der Kirchenvorstand Ihrer Gemeinde wird über die Verwendung des Geldes gern Auskunft geben, damit Sie wissen, was Ihr Geld vor Ort bewirkt.

 

 

Danke!

Sie leisten als Mitglied der Evangelisch Lutherischen Kirche einen wichtigen Beitrag für die Arbeit unserer Kirche. Wir möchten Ihnen ein herzliches Vergelt's Gott sagen für Ihre Unterstützung. Sorgfältig arbeiten wir mit dem Geld, das Sie uns anvertrauen.

 
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